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11.01.18 05:32 Alter: 102 Tage
Kategorie: Wasserball
Von: Frank von der Fösse

Erster Halt: Piräus

Waspo 98 zu Gast bei Spitzenreiter Olympiakos


Waspo 98 gastiert in der Champions League am Sonnabend vor den Toren Athens. Foto: Jens Witte

Für den deutschen Pokalsieger Waspo 98 Hannover es nach der Winterpause gleich wieder international weiter und das auf höchstem Level: Am sechsten Spieltag der Champions League gastieren die Niedersachsen am Sonnabendabend diesmal auswärts bei Griechenlands spielstarkem Meister Olympiakos Piräus, der das Achterfeld der Hauptrundengruppe A ungeschlagen anführt. Das Anschwimmen in der Petros-Kapagerof-Schwimmhalle steigt um 19:30 Uhr deutscher Zeit; alle Spiele des Wettbewerbs laufen wie gewohnt unter http://www.dailymotion.com/lentv wieder im Livestream.

Dass das Team aus der Hauptstadt-Region in dem recht ausgeglichenen Feld der Gruppe A mit vier Siegen und einem Unentschieden an der Spitze steht, ist kein Zufall. Olympiakos stellt aktuell den Kern der griechischen Nationalmannschaft (zuletzt WM-Vierter), wie es in Deutschland die Wasserfreunde Spandau 04 zu ihren besten Tagen getan haben. Ergänzt werden diese durch ausländische Spieler der Extraklasse: In der laufenden Saison sind es mit Andro Buslje, Paulo Obradovic und Torhüter Josip Pavic gleich drei der kroatischen Olympiasieger von 2012.  

Nicht nur die Waspo98-Verantwortlichen rechnen daher mit einer schweren Partie: „Wir können nur hoffen, dass wir einen guten und die einen schlechten Tag haben. Es wäre schön, wenn wir nicht abgeschossen werden“, sagt Trainer Karsten Seehafer. Vereinspräsident Bernd Seidensticker legt noch einen drauf: „Bisher hat jeder in Athen eine Packung bekommen. Bis auf wenige Ausnahmen sind sie auf fast allen Positionen stärker als wir.“ Immerhin dürfen sich die Niedersachsen gestiegenen Renommees erfreuen: Die LEN sieht in ihrer Vorschau Hannover als eine Mannschaft, „die an ihren besseren Tagen jedem der Favoriten Kopfschmerzen bereiten kann“.

Der schwierige Piräus-Auftritt ist allerdings nur ein Teilkapitel: Für die Niedersachsen geht es nach den schweren Dezember-Spielen, die mit dem 16:6-Schützenfest gegen Serbiens Meister Partzian Belgrad einen erfolgreichen Abschluss brachten, mit einem abermaligen Mammutprogramm weiter: Die ersten Wochen stehen nur Auswärtsspiele gegen starke Gegner an, wobei auf Piräus Spaniens Meister CN Atletic Barceloneta und Wasserfreunde Spandau 04 folgen. Dazwischen gesellt sich für die Nationalspieler am kommenden Dienstag das Weltliga-Spiel gegen Kroatien. „Die ein oder andere Überraschung täte mit Sicherheit gut“, sagt Seehafer, der unabhängig davon auf Langzeiteffekte hofft: „Wir müssen uns in Geduld üben und kontinuierlich weiterarbeiten.“

Mit Dank an Wolfgang Philipps (Deutsche Wasserball-Liga)  


 
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